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Mädchen* in der Migrationsgesellschaft

Mädchen* in der Migrationsgesellschaft

In NRW leben Mädchen* aus der ganzen Welt, mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung, und auch sie haben das Recht auf Unterstützung und Vertretung ihrer Interessen und Bedarfe. Migrationsströme der letzten Jahre rückten insbesondere die Lebenslagen von Mädchen* nach Flucht und Mädchen* nach EU-Neuzuwanderung in den Fokus der Arbeit.

Ich bin wie ich bin

Es gibt nicht „die“ Mädchen* mit Migrationshintergrund.

Die unterschiedlichsten Herkunftsländer, Religionen und kulturellen Hintergründe mischen sich mit den individuellen Lebenslagen, dem Bildungsstand und persönlichen Interessen und Bedarfen. Jedes Mädchen* ist anders und dadurch individuell zu betrachten. 

Das trifft auch auf geflüchtete Mädchen* zu. Sie, ihre Lebenslagen und Lebensvorstellungen, unterscheiden sich stark. Es gibt Mädchen*, die ihren Weg sehr selbstbestimmt gehen wollen. Auch sie brauchen Unterstützung, die Angebote und Strukturen in dem neuen Lebensort kennenzulernen. 

Und es gibt die Mädchen*, die "unsichtbar" sind. Sie "verschwinden" in den Familien. Vor allem, wenn die Familien aus den Gemeinschaftsunterkünften in eigene Wohnungen ziehen, ist es schwierig den Kontakt weiter aufrecht zu erhalten. Sie sind familiär stärker eingebunden als die Jungen und haben weniger Möglichkeiten, außer in der Schule, Kontakt zu Außenwelt aufzubauen. Um Ihnen das Recht auf Integration zu geben, ist es u.a. notwendig sich mit Zugangsbarrieren zu Regelangeboten zu beschäftigen. 

2017 wurde das Landesgewaltschutzkonzept für Flüchtlingseinrichtungen seitens der Landesregierung vorgelegt. Die Fachstelle war an der Erarbeitung beteiligt. Besonders wichtig war uns, dass Mädchen* als wichtige eigenständige Zielgruppe der Gewaltschutzmaßnahmen gesehen werden. So konnte z.B. erreicht werden, dass es Angebote für Mädchen* u.a. in Form von Mädchentreffs in den Einrichtungen geben soll. 

In Zusammenarbeit mit der "LAG Mädchenarbeit in NRW" ist der Arbeitskreis "Mädchen* nach Flucht". Er entstanden. Er hat sich mittlerweile als wichtiges Austauschgremium für Pädagoginnen in der Arbeit mit geflüchteten Mädchen* entwickelt. Des Weiteren ist die Fachstelle Kooperationspartnerin bei dem Projekt "Mädchen* und junge Frauen* nach Flucht in der Migrationsgesellschaft" der LAG Mädchenarbeit.